Neues NICHTS – immer mal wieder auch 2019

Buon anno! Happy new Year! Prost Neujahr! Drei Tage jung, dieses 2019, ein neues Jahr, aber alles beim Alten. Eine Prügelei betrunkener Asylbewerber (17 bis 19 Jahre alt) in Amberg (Bayern) ist wieder für den unbeugsamen Herrn Seehofer ein gefundenes Fressen. Prompt rülpst er nach dessen Genuss die Forderung nach schärferen Gesetzen heraus. Mahlzeit!

Wo ist eigentlich die Frau Merkel? Lange nichts (auch NICHTS) mehr gehört und gelesen von ihr. Ich vermute, sie schläft sich mal richtig aus, erholt sich von diesem Stress, heute Nigeria (begrüßt von einer Soldatenkohor... äh, sorry: -eskorte), morgen China und Chile (jeweils willkommen geheißten mit dem gleichen blöden Tschingderassabum), übermorgen Albanien (dito, immer und überall); und sie träumt von einem würdigen Ende ihrer Polit-Karriere und einem neuen Job danach (Nein! Nicht sowas doofes wie in welchem der Gpunkt Schröder seine schmale Kanzler-Pension aufbessert).

Mit einem militärischen Angriff - von wem eigentlich? - auf Deutschland rechnet ganz fest auch die Frau von der Leyen. Anders, das weiß sie, lässt sich die ständige Erhöhung der Militärausgaben um Milliarden Euro nicht erklären, was sie ständig tun zu müssen glaubt.

AfD-Gauland, mit immer der gleichen kindischen Krawatte, bestreitet sich erinnern zu können, dass er eine größere Bestechungssumme von einem nahmhaften deutschen Unternehmen bekommen habe. Er verdiene als Bundestagsabgeordneter genug für ein halbwegs angenehmes Leben. Das immerhin stimmt ja.

Auch Europa hält Kurs. Monsieur Macron hat den Gelb-Westen zugesagt, er werde auf den geplanten Kauf eines neuen Smoking aus dem Haus Lacoste verzichten und das dafür vorgesehene Geld zur Erhöhung des Grundeinkommens der Franzosen zur Verfügung stellen. Auch werde er seine Landsleute nie mehr mit den "unbeugsamen Galliern" aus Asterix und Obelix vergleichen.Wie er es Ende August 2018 in Dänemark tat.

Matteo Salvini hat große Pläne, wie es sich für einen Mussolinipote¹ ziemt: erst ein Treffen mit dem polnischen Führer Kazcynski, dann ein Besuch bei Bolsonaro, den er genau so bewundert wie sein großes Twitter-Vorbild Donald Trump (Salvini: "Gute Arbeit, Präsident Bolsonaro!", Trump: "...großartige Antrittsrede - die USA sind an Ihrer Seite"), schließlich eine Konferenz mit weiteren großartigen Rechts-Vertretern Europas, die Kontakte gibt es ja schon länger, mit Madame Le Pen zum Beispiel oder Herrn Orbán, Herrn Sebastian Kurz, den Herren Gauland und Meuthen (AfD). Die freuen sich schon mächtig auf den 26. Mai, genau: die Europa-Wahlen. Ich übrigens auch.

Bei all diesen reizenden Vor- und Nachbildern, mit den gleichen Radikalen des Rechts, darf natürlich auch Mister Trump nicht fehlen. Auf Zitate oder Darstellungen seiner Einstellungen und Pläne verzichte ich aus Platzgründen, es genügt die Lektüre der Zeitungen und das Anschauen der Nachrichtensendungen jeden Tag. Nur eine kleine lustige Anmerkung: er will sich, so ahne ich, die Baupläne besorgen, mit denen die DDR damals die großartige Mauer erbaut hat, vielleicht, meint er, könne das ihm bei seinem Vorhaben an der mexikanischen Grenze helfen. Die Bundesregierung hat sich zu dieser putzigen Parallele bisher noch nicht geäußert, soweit ich weiß.
 
Aber auch die andere Weltmacht, neue Mitspielerin im "Wir-zuerst"-Konzert der ganzen Welt, will da nicht fehlen: der chinesische Präsident Xi hat - wie mir aus allen angeblich zugänglichen Quellen irgendwie bekannt - seine 373 aktuellen kommunistischen Milliardäre zu einem Treffen gebeten; er will sie bitten, eine gewisse Summe von Yuan zur Verfügung zu stellen, womit er die Präsidentin von Taiwan zu kaufen hofft. So könne er, denkt er, eine angekündigte gewaltsame - also militärische - Wiedervereinigung mit der abtrünnigen Insel vermeiden.

Alles in allem, wie eingangs schon ausgeführt: Prost Neujahr! Buon anno! Happy New Year allerseits!
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¹Nipote (ital.) Enkel
Übrigens - auch 2019 bleibe ich dabei:

Wenn ich früher gesagt habe, 
ich sei Marxist,
habe ich Hass geerntet, Mitleid, Spott.
Heute erlebe ich das Gleiche, wenn ich sage,
ich bin Feminist.

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