NICHTS macht Ostern schöner…

Zu den Themen:

Das Ausweise-Pingpong

Die Staaten (darunter auch Deutschland), die der freundlichen, vielleicht ein wenig zu unterwürfigen Bitte Englands und der USA gefolgt sind und russische Diplomaten ausgewiesen haben (die in Wahrheit ja doch fast alle beschäftigt sind mit Spionage und der Internet-Beeinflussung der demokratischsten Wahlen, nicht zuletzt derselben in Nordamerika), diese Staaten stehen nun vor einer weiteren Frage, die zu beantworten nicht ganz einfach sein wird. Nachdem der überaus diplomatische Akt der Ausweisung von Diplomaten dazu geführt hat, dass Putin ("der Russ'!") mit einer unverschämten Aktion geantwortet hat, nämlich Diplomaten einfach rauszuschmeißen, planen die USA eine weitere Maßnahme, die zur Aufklärung des Giftanschlags auf Skripal und seine Tochter führen soll. In den USA wird dann ein Film im Fernsehen gezeigt werden, bereits gedreht und sendefertig geschnitten, in welchem zu sehen ist, wie kaum drei Wochen alte Babys von Putin persönlich aus Brutkästen gerissen und zur Wahlfälschung gezwungen werden.
Werden die eben erwähnten Staaten auch der neuen Bitte der USA und Englands folgen, nämlich diesen Film in ihren Ländern zur besten Sendezeit auszustrahlen? Wir sind gespannt!
NICHTS rechtfertigt allerdings die Vermutung vieler besorgter Beobachter, das alles könne - und auch noch absichtlich und geplant - aus dem bereits wieder bestehenden kalten einen heißen Krieg werden lassen.

Das Facebook-Theater

In dem Skandal um die weitergegebenen privaten Daten von Facebook-Nutzerinnen und - Nutzern hat Mark Zuckerberg nach seinem reuigen Eingeständnis ("Sorry, guys, didn't know that you're so picky") eine weitere Maßnahme zur Beruhigung seiner Gemeinde bekanntgegeben: ab sofort würden alle zweiten Vornamen der Facebook-User total gelöscht. Damit, so Zuckerberg, sei die Privatsphäre seiner Kundschaft ausreichend geschützt.

Die weibliche Form in Verträgen nach BGH-Urteil vom März 2018 (nach, nicht vor Christus)

Dieses Urteil hat wieder einmal hohe Wellen geschlagen, wie so manches andere unglaublich fortschrittliche Urteil dieses höchsten deutschen Zivilgerichts. Zahllose (männliche) Kommentare haben bereits darauf hingewiesen, wie richtig, logisch und vernünftig das Urteil ist, und damit auch die Feststellung, dass es 1.495 Gründe gibt, in Formularen in Zukunft weiterhin allein die männliche Form zu verwenden. 
Ein wenig zu wenig, meine ich, wurde auf einen besonders einleuchtenden Grund hingewiesen: dass nämlich andernfalls, also wenn auch die weibliche Form aufgenommen werden müsste ("die Kundin" und nicht nur "der Kunde"), hunderte von Formularen umgeschrieben werden müssten. Man stelle sich das vor! Dieser Aufwand! Diese ganzen Formulare werden ja bekanntlich - ebenso wie sämtliche Urteile des BGH - handschriftlich gefertigt! Außerdem ein weiteres Argument: es würden ja "schwierige Texte noch schwieriger" (so das Landgericht Saarbrücken)! Genau: die Texte in den Vertrags-Formularen - z.B. gerade auch die von Sparkassen! - sind gegenwärtig klar und leicht verständlich abgefasst; ebenso übrigens wie die Urteile sämtlicher Gerichte, also nicht nur die des BGH. 
Daran will man(n) doch wirklich nicht rütteln. Oder!!??

_________________________________________ 
Ceterum censeo Machismum esse delendum. (frei nach Cato dem Älteren) Auf gut deutsch: Ich denke übrigens, dass der Machismus endlich zerstört werden muss.
(Wie schön: ich stelle fest, dass die Zustimmung dazu ständig zunimmt; selbst von Männern)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.