Mehr und mehr geraten wir in Zeiten, in denen die Realität die zugespitzte Übertreibung ist. Beispiel: was sich in Italien politisch so abspielt. Silvio Berlusconi, ausgerechnet der, der offenbar so wenig wegzukriegen ist wie Schweißflecken auf einem Schafwoll-Unterbett, dieser Berlusconispricht davon, dass die gegenwärtige italienische Regierung - gebildet aus der rechtsextremen Lega und der Populistenansammlung Movimento 5 Stelle - undemokratisch sei, sozusagen die Vorstufe einer Diktatur. Die beiden Parteichefs, jeweils Vizepräsidenten, weil keiner dem anderen gönnte, Präsident zu werden, schlagen zurück: Berlusconi rede wie ein "frustrierter Linker" (!), sagt Salvini. Und Signor di Maio setzt gleich seine Attacken gegen eine freie Presse fort, die er schon am 8. Oktober des letzten Jahres (in der Repubblica nachzulesen) ausposaunt hat: das müsse man unterbinden, man müsse diese frechen Journalisten betrafen. Und wenn das nicht helfe, müsse man zu schärferen Maßnahmen greifen: die Herausgeber solcher Zeitungen zur Aufgabe zwingen, u.a. durch die Einstellung öffentlicher Unterstützung. Wunderbar demokratische Einstellungen. Wie sie auch die AfD vertritt ("Lügenpresse"). Das sind Fakten, die durch Satire nicht mehr zu übertreiben sind. An weiteren Beispielen fehlt es nicht. Nur als Stichworte: Donald Trumps Lügen. Die Vorgänge in Venezuela. In Deutschland: eine Regierung, welche dafür sorgt, dass wir das einzige Land in Europa sind, in welchem öffentliche und großflächige Werbung für Tabak-Konsum noch möglich ist. Oder welche gegen angeblich zu hohe Grenzwerte für den NO2-Ausstoß ein Heer von Kritikern, darunter hochwohllöbliche (und teure?) Professoren, aufbietet. Undsoweiter. Undsoweiter. Wie lässt sich all das satirisch übertreiben? Es sei schwer, hat der römische Satirenschreiber Juvenal gesagt, keine Satire zu schreiben. Wenn er heute leben würde, müsste er wohl oft genug sagen: Difficile est saturam scribere - Es fällt schwer, eine Satire zu schreiben...
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Wundervoll und ohne Visionen
Weil in diesen Tagen natürlich alle Welt auf das Drama "Brexit" starrt (inzwischen auch auf Venezuela, richtig), werden andere wichtige Vorkommnisse kaum wahrgenommen, obwohl sie ebenfalls unglaublich bedeutungsvoll sind, z.B. die Geschehnisse Silvio Berlusconi und Gerhard Schröder. Beginnen wir mit Berlusconi Am Freitag, dem 18. Januar 2019, berichtete (nicht nur) die italienische seriöse Tageszeitung Repubblica, dass zur großen Überraschung aller Silvio Berlusconi seinen Entschluss verkündet habe, bei den kommenden Europawahlen zu kandidieren". Für seine Partei FI (Forza Italia). Ein wunderbarer Entschluss im Land der vielen anderen Wunder! Aber warum? “Aus Verantwortungsbewusstsein habe ich mich in meinem reifen Alter entschieden, nach Europa zu gehen, dem eine tiefgreifende Vision für die Welt fehlt”. Berlusconis tiefgreifende Vision - zunächst mal für sein Heimatland Italien, die Welt kann sich ja hinterher anschließen - diese Vision ist es, eine Politik zu machen, die jedem Italiener und sogar einigen Italienerinnen die gleiche Entwicklung ermöglicht, die er selbst durchlaufen hat. Und zu dem gleichen Ergebnis zu kommen wie er: ein Vermögen von 6,6 Milliarden USD zu erarbeiten, durch frühes Aufstehen, den ganzen Tag, jede Woche und sämtliche Monate seinem Job zu widmen und äußerst sparsam mit seinen Ausgaben umzugehen. Gut, vielleicht muss der eine oder die andere dafür zehn oder 15 Jahre länger arbeiten. Aber das lohnt sich doch! Bitte? Berlusconi sei doch verurteilt und dürfe keine politischen Ämter mehr bekleiden? Hahaha, das war mal! Seit dem 12. Mai letzten Jahres darf er wieder. Wieso? Alle, die das genauer interessiert, können das selbst nachlesen, hier. Fahren wir fort mit Gerhard Schröder Auch von ihm gibt es Sensationelles zu erzählen. Der schmerzhafte Gedanke, so erklärt der ehemalige Superkanzler, habe ihn überfallen, er und seine großartige Politik könnten möglicherweise nicht völlig unschuldig an dem Erstarken der AfD sein. Das wolle und könne er nicht in der Welt stehen lassen. Er habe deshalb einen wichtigen Entschluss gefasst. Welchen Entschluss? In der wenigen Zeit, den ihm seine intensive Freundschaft mit Wladimir Putin, seine Arbeit unter anderem als Aufsichtsratsvorsitzender der Nord Stream AG (Ostsee-Pipeline) sowie Rosneft und nicht zuletzt seine fünfte Ehe mit der Koreanerin Soyeon-Kim noch lässt, hat der G-Punkt Schröder beschlossen, in (immer noch) seiner Partei wieder aktiv zu werden und für ein Europamandat zu kandidieren. Dass als Spitzenkandidatin bereits Katarina Barley bestimmt worden ist, kann ihn nicht daran hindern, Frauen und Gedöns hat er stets richtig einzuschätzen und zu behandeln gewusst. Bitte? Angela Merkel? Aber ich bitte Sie! Wissen Sie, was Herr Schröder immer über die Frau sagte, die ihn als Kanzler abserviert hat? Sie wissen es nicht? Ich - dem Himmel sei Dank! - auch nicht. Aber ich kann es mir denken. Als Begründung hat der alte Kanzler angegeben: “Aus Verantwortungsbewusstsein habe ich mich in meinem reifen Alter entschieden, nach Europa zu gehen, für die Partei, der eine tiefgreifende Vision für die Welt fehlt”. (Da hat er ja nicht so ganz Unrecht). Außerdem müsse er unbedingt dafür sorgen, dass diese idiotischen AfD-Wählerinnen und -Wähler, die als Begründung für ihren Schritt seine Politik angeben, aufgeklärt würden und zurückkehren. Zur SPD also. Diese beiden Geschehnisse sind einfach... äh, äh, gerade erreicht mich die Nachricht, dass die ganze Geschichte Schröder eine rein (von wem weiß der Teufel) erfundene Geschichte ist, richtig: Fake-News! Leider bin auch ich nicht davor gefeit, auf sowas hereinzufallen, wenn selbst großen Tageszeitungen und Rundfunk- und Fernsehstationen das passiert. Aber das mit Berlusconi, liebe Leserinnen und Leser, das stimmt! So viel für heute. Beim nächsten Mal dann wieder etwas wirklich Wichtiges. Versprochen!
Neues NICHTS – immer mal wieder auch 2019
Buon anno! Happy new Year! Prost Neujahr! Drei Tage jung, dieses 2019, ein neues Jahr, aber alles beim Alten.Eine Prügelei betrunkener Asylbewerber (17 bis 19 Jahre alt) in Amberg (Bayern) ist wieder für den unbeugsamen Herrn Seehofer ein gefundenes Fressen. Prompt rülpst er nach dessen Genuss die Forderung nach schärferen Gesetzen heraus. Mahlzeit! Wo ist eigentlich die Frau Merkel?
Lange nichts (auch NICHTS) mehr gehört und gelesen von ihr. Ich vermute, sie schläft sich mal richtig aus, erholt sich von diesem Stress, heute Nigeria (begrüßt von einer Soldatenkohor... äh, sorry: -eskorte), morgen China und Chile (jeweils willkommen geheißten mit dem gleichen blöden Tschingderassabum), übermorgen Albanien (dito, immer und überall); und sie träumt von einem würdigen Ende ihrer Polit-Karriere und einem neuen Job danach (Nein! Nicht sowas doofes wie in welchem der Gpunkt Schröder seine schmale Kanzler-Pension aufbessert).
Mit einem militärischen Angriff - von wem eigentlich? - auf Deutschland rechnet ganz fest auch die Frau von der Leyen. Anders, das weiß sie, lässt sich die ständige Erhöhung der Militärausgaben um Milliarden Euro nicht erklären, was sie ständig tun zu müssen glaubt. AfD-Gauland, mit immer der gleichen kindischen Krawatte, bestreitet sich erinnern zu können, dass er eine größere Bestechungssumme von einem nahmhaften deutschen Unternehmen bekommen habe. Er verdiene als Bundestagsabgeordneter genug für ein halbwegs angenehmes Leben. Das immerhin stimmt ja. Auch Europa hält Kurs. Monsieur Macron hat den Gelb-Westen zugesagt, er
werde auf den geplanten Kauf eines neuen Smoking aus dem Haus Lacoste verzichten und das dafür vorgesehene Geld zur Erhöhung des Grundeinkommens der Franzosen zur Verfügung stellen. Auch werde er seine Landsleute nie mehr mit den "unbeugsamen Galliern" aus Asterix und Obelix vergleichen.Wie er es Ende August 2018 in Dänemark tat. Matteo Salvini hat große Pläne, wie es sich für einen Mussolinipote¹ ziemt: erst ein Treffen mit dem polnischen Führer Kazcynski, dann ein
Besuch bei Bolsonaro, den er genau so bewundert wie sein großes Twitter-Vorbild Donald Trump (Salvini: "Gute Arbeit, Präsident Bolsonaro!", Trump: "...großartige Antrittsrede - die USA sind an Ihrer Seite"), schließlich eine Konferenz mit weiteren großartigen Rechts-Vertretern Europas, die Kontakte gibt es ja schon länger, mit Madame Le Pen zum Beispiel oder Herrn Orbán, Herrn Sebastian Kurz, den Herren Gauland und Meuthen (AfD). Die freuen sich schon mächtig auf den 26. Mai, genau: die Europa-Wahlen. Ich übrigens auch. Bei all diesen reizenden Vor- und Nachbildern, mit den gleichen Radikalen des Rechts, darf natürlich auch Mister Trump
nicht fehlen. Auf Zitate oder Darstellungen seiner Einstellungen und Pläne verzichte ich aus Platzgründen, es genügt die Lektüre der Zeitungen und das Anschauen der Nachrichtensendungen jeden Tag. Nur eine kleine lustige Anmerkung: er will sich, so ahne ich, die Baupläne besorgen, mit denen die DDR damals die großartige Mauer erbaut hat, vielleicht, meint er, könne das ihm bei seinem Vorhaben an der mexikanischen Grenze helfen. Die Bundesregierung hat sich zu dieser putzigen Parallele bisher noch nicht geäußert, soweit ich weiß. Aber auch die andere Weltmacht, neue Mitspielerin im "Wir-zuerst"-Konzert der ganzen Welt, will da nicht fehlen: der chinesische Präsident Xi hat - wie mir aus allen angeblich zugänglichen Quellen irgendwie bekannt - seine 373 aktuellen kommunistischen Milliardäre
zu einem Treffen gebeten; er will sie bitten, eine gewisse Summe von Yuan zur Verfügung zu stellen, womit er die Präsidentin von Taiwan zu kaufen hofft. So könne er, denkt er, eine angekündigte gewaltsame - also militärische - Wiedervereinigung mit der abtrünnigen Insel vermeiden. Alles in allem, wie eingangs schon ausgeführt: Prost Neujahr! Buon anno! Happy New Year allerseits! _____________________ ¹Nipote (ital.) Enkel
Übrigens - auch 2019 bleibe ich dabei: Wenn ich früher gesagt habe, ich sei Marxist, habe ich Hass geerntet, Mitleid, Spott. Heute erlebe ich das Gleiche, wenn ich sage, ich bin Feminist.
AKK usw.
Sicher: ob die neugewählte CDU-Vorsitzende die nächste Bundeskanzlerin wird, ist ein bedeutenderes Thema. Dennoch: gleich in der zweiten Reihe steht die Schwierigkeit mit ihrem Namen: Annegret Kramp-Karrenbauer. Die JournalistInnen tun sich schwer damit, nicht nur die deutschen, auch weltweit, wie Wulf Rohwedder in einem launigen Schlusswort in tagesschau.de gerade beschrieben hat. Der Ausweg - alle wissen es - ist die Kurzform AKK. Aber das hat Folgen. Man merkt das heute noch nicht, aber ich muss einfach darauf aufmerksam machen. Dass sich nämlich unsere Medienmenschen mit dieser neuen Form der Namensnennung anfreunden werden. Und es werden alsbald Sätze in Artikeln erscheinen wie etwa die folgenden Beispiele. Gestern hat die neue Vorsitzende der CDU, AKK, in einem längeren Telefonat mit ihrer Vorgängerin, AM, die nächsten Schritte besprochen. Nicht davon informiert zu sein, empörten sich die beiden rechtsradikalen - bitte? Nein, das ist keine Diffamierung, das beschreibt nur eine durchaus verfassungsschutzzulässige politische Auffassung (siehe "Radikal") - also die beiden Vögel des rechten Flügels der CDU, WSch und FM. Zustimmung gab es dafür von RK und - ein bisschen überraschend - von BV. Dessen Bruder HJV fand das alles wieder mal empörend, JS dagegen fand nichts dabei, er sei ja noch so jung, meinte er. AN allerdings schimpfte, der Kollegin AKK werde dadurch ungehörig viel zusätzliche Aufmerksamkeit geschenkt, die eigentlich ihr gebühre. MSch lachte da nur verhalten. LK und PZ trafen sich überraschend zu einem Meinungsaustausch, wie groß die GRoKo derzeit überhaupt noch sei, und warum UvdL nicht eine bessere Kandidatin als AKK gewesen wäre. Weltweite Folgen Den Sprung in die Internationalität dürfte die neue Methode in Kürze ebenfalls schaffen. Man darf gespannt sein, wie DT und WlP darauf reagieren, ob EM verhalten schmunzelt, während MS ein weiteres Vaffanculo posaunt. Bald werden wir auch Neues erfahren von RTE, MLP, TM, VO, SB (der erstaunlicherweise immer noch in der italienischen Politik mitmischt. Allein bei dem Staatspräsient der VR China dürfte sich eine entsprechende Abkürzung erübrigen.
Die Würde des Friedrich Merz
Da erreicht mich die Frage, ob ich denn den Herrn Merz so ungeschoren lassen will. Nun, den Herrn Merz zu scheren, finde ich unnötig. Aber ich will die Frage vernünftig beantworten. Doch, doch, ich halte den Herrn Merz absolut für NICHTSwürdig! Der Herr Spahn ist das noch viel mehr, richtig, aber mit dem hab ich Mitleid und Feingefühl. Mitleid wegen seiner Umfrageprozente (6 %); und Feingefühl, weil ich gelesen habe, dass er sein Testament gemacht hat. Naja, sooo schlimm ist es auch wieder nicht, wenn er nicht CDU-Vorsitzender und dann Bundeskanzler wird. Es wäre viel schlimmer, wenn er es würde. Nicht für ihn - für uns. Aber er hat sein Testament ja auch schon vor Jahren gemacht. Das zeigt, dass er immerhin über einen gewissen Weitblick gebietet. Doch ich will nicht so viel von dem Herrn Spahn reden. Sonst nötig mich Wordstar noch, dass ich aus optischen gründen ein Bild von ihm hier in den Text einbaue. Schrecklich! Und dann noch aus optischen Gründen! An alle Merzgefallenen (siehe dazu: Wikipedia)Also schnell zu dem Herrn Merz! Der ist auch viel NICHTSwürdiger. Er würde, wenn er es würde, als Kanzler auch viel größere Teile unseres Volkes vertreten. Die ganze Mittelschicht! Unser Volk ist ja so etwas wie ein Kartoffelgratin: mehrere Schichten übereinander. Und wenn der Herr Merz (sich) zur Mittelschicht rechnet (rechnen kann er ja gut), dann bilden bei uns die Millionäre die Mittelschicht. Die würde er dann vertreten, als Kanzler. Mich nicht. Angesichts meiner Rente zähle ich (mich) zur Unterschicht, vielleicht zur Oberen Unterschicht meinetwegen. Würde zeichnet den Herrn Merz überhaupt sehr aus. Er würde z.B. auch gern das Grundgesetz ändern, also den Asylartikel. Er würde die nächsten Wahlen für die CDU gewinnen, sagt er. Er würde die AfD-Zahlen halbieren. Nein! Nicht die Zahlen der Spenden für die AfD. So dick hat er es auch wieder nicht, das sollen ruhig mal die Leute aus der Oberen Mittelschicht machen, so die Milliardäre wie der August von Finck etwa. Was ein richtiger Merz ist, soll eingehen wie ein Löwe und ausgehen wie ein Lamm (Bauernweisheit) Da ist noch einiges zu erwarten, also von dem Herrn Merz jetzt. Ich denke, er würde auch die Steuern senken, für die Mittelschicht. Er würde die Autoindustrie hätscheln, noch mehr sogar als die schwindende Bundeskanzlerin. Er würde das von der SPD bald so schmählich verratene Hartz IV retten, er würde den Schröder-Schlachtruf "Fördern und fordern" ergänzen um "Strafen statt schlafen". Er würde womöglich auch gern mal ein bisschen über die Wiedereinführung der Todesstrafe plaudern (und am nächsten Tag würde er sagen, so habe er das gar nicht gemeint). Er würde, nach Rücksprache mit Heckler & Koch, die Waffenexporte auch in alle Krisengebiete der Welt erleichtern, getreu dem Motto seines Freundes im Geiste, Donald Trump: wenn ein Angegriffener zurückballern könnte, peng peng peng, dann wäre ganz schnell Ruhe im Kartong. Schon ein bisschen schade, dass ich nicht zur Mittelschicht zähle, noch nicht mal zur Unteren Mittelschicht. Sonst würde ich ihn sicherlich unterstützen, den Herrn Merz, wenn er Kanzler würde. Ich hab ja auch meine Würde. Auswandern würde ich nicht, nach seiner Wahl. Aber unglaublich ärgern würde ich mich schon. Und ich würde mir Sorgen machen machen, wie es dann weitergeht, mit unserem Land. Obwohl: auch als Bundeskanzler wäre der Herr Merz doch immer wieder ganz oft so richtig NICHTSwürdig. Da bin ich mir sicher. _________________________________________ Treffend Neulich traf ich einen Herrn mit Trenchcoat und Schlapphut. Und in der Unterhaltung mit ihm sagte ich, in meinen politischen Auffassungen sei ich ganz radikal. Ach, machen Sie sich nichts draus, antwortete er. Das sind wir auch alle.
Radikal
Es freut mich natürlich, wenn ich von Menschen höre, die NICHTS vermissen. Hier also - nach längerer, nicht weiter begründeter Pause - wieder einmal NICHTS. .................................................................. Warum ich linksradikal sein dürfte, wenn ich wollte Die ARD hat für Rechtsradikale Verständnis. Die gehören bei uns einfach dazu. Die haben ihren legitimen Platz bei uns. In unserer pluralistischen Gesellschaftsordnung. Also bitte, Herr Frank! Was zu weit geht, geht zu weit!! Wie kommen Sie denn zu einem so unverschämten, ja geradezu geschmacklosen und dazu noch falschen Urteil!? Sind Sie neuerdings auch ein Friend im weltweiten Fakebook? Langsam! Laaangsaaahm!! Der Reihe nach. Lesen Sie mir bitte einen Augenblick zu! Warum wir Bolsonaro als rechtsextrem bezeichnen Das ist die Überschrift eines Beitrags auf tagesschau.de (27.10.2018, 02:15 Uhr) Interessant, nichtwahr? Und mutig, gell? Eine solch kühne Auffassung muss doch einen gewichtigen Grund haben. Eine richtige Begründung. Sowas sagt man doch nicht einfach so dahin! Ich will mal ausschließen, dass die ARD Schiss hat. Davor, dass dieser nun an die Macht gekommene neue Präsident Brasiliens die tagesschau.de liest und sagt: Ja spinnen die denn? Und dass er dann sagt, diese Kerle von der ARD müsse man sofort umbringen! So wie er es über den Ex-Präsidenten Fernando Henrique Cardoso gesagt hat, wegen dessen Wirtschaftspolitik müsse man ihn umbringen. Wer wird schon gern umgebracht. Da hält man diesem... diesem Herrn Präsidenten Verschiedenes vor. Hören Sie, schreibt man, Sie haben doch auch noch gesagt, mit Wahlen würde man nichts erreichen. Das gelinge nur, wenn man die "Arbeit der Militärgeneräle vollendet und 30 000 Korrupte umbringt". Und Sie haben noch weitere stichhaltige Begründungen geliefert, um sich den Titel rechtsextrem zu verdienen, Ihre Frauenfeindlichkeit, Ihre Homophobie zum Beispiel und Ihr aggressiver Nationalismus, Ihre Ablehnung der pluralistischen Gesellschaft und Ihre Hetze gegen ethnische Minderheiten wie Indigene und Afrobrasilianer. Na, das muss doch den Herrn Bolsonaro nachdenklich machen. Und er muss doch verstehen, warum wir von der "ARD den Begriff "rechtsextrem" für am besten geeignet (halten), um trennscharf zu definieren, wie Bolsonaro politisch einzuordnen ist". Und dann wird er sicher auch seine schrecklichen Drohungen zurücknehmen, vielleicht sich sogar entschuldigen. Dann müssen wir auch keine vollen Hosen mehr haben. Vom Unterschied zwischen "rechtsextrem" und rechtsradikal" So weit, so gut Auch ich verstehe das. Aber in dem genannten Beitrag gibt es noch eine weitere Ausführung, die mich sehr beeindruckt hat. Ich will sie deshalb wörtlich zitieren: Laut Verfassungsschutz haben radikale politische Auffassungen in unserer pluralistischen Gesellschaftsordnung ihren legitimen Platz. Der Begriff "rechtsradikal" bezeichnet also eine Strömung, die nicht zwangsläufig gegen die Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verstößt.Ach! Ach nee! Das wusste ich nicht! Jetzt verstehe ich auch den Herrn Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz im Ruhestand (also nicht der Verfassungsschutz ist im Ruhestand, nur sein Präsident). Der ist nämlich nicht rechtsextrem, sondern eben bloß rechtsradikal. So wie offenbar große Teile des deutschen Verfassungsschutzes auch. (Das in nebenstehendem Bild den Hintergrund bildende Bild ist nicht nur keine Absicht, sondern in genau dieser Form rein zufällig im Netz gefunden) Denkt man das logisch weiter, kommt man zu meinem in der Überschrift dargelegten Ergebnis. Ich meine: radikal ist nun mal radikal. Rechtsradikal, radikal demokratisch, radikal idealistisch, radikal naiv - egal, Hauptsache radikal. Wäre ich also linksradikal, hätte ich in unserer pluralistischen Gesellschaftsordnung meinen legitimen Platz. Weil ich doch zu einer Strömung gehöre, die nicht zwangsläufig gegen die Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verstößt. Konsequenz. Und eine Frage Sehr schön! Ich werde mir das überlegen. Bloß - irgendwas irritiert mich. Nämlich eine Aussage des Herrn im Ruhestand. In seiner Abschiedsrede hat er gesagt: seine Entlassung sei von grünen und linken Politikern gefordert worden. Von "linksradikalen Kräften in der SPD". Ja, gibt es die denn noch? Und wieso hat er was gegen die? Die stehen doch auf dem gleichen Boden wie er. Sie haben eine radikale linke Auffassung, er hat eine rechtsradikale Auffassung, na und? Ich vermute mal, er hat sich versprochen. Er wollte sagen "linksextremistische" Kräfte in der SPD. Dann nämlich gehören sie beobachtet. Und verfolgt. Wie all die Menschen, die sich seinerzeit Berufsverbot erworben haben. Weil sie nicht kapiert haben, dass sie bloß hätten sagen müssen: ich bin bloß linksradikal, nicht linksextremistisch. Dann wäre ihnen gar nichts passiert. Gut zu wissen, das alles! ____________________________________ Heute passt es besonders gut: Wenn ich früher gesagt habe, ich sei Marxist, habe ich Hass geerntet, Mitleid, Spott. Heute erlebe ich das Gleiche, wenn ich sage, ich bin Feminist. ____________________________________ Ach, und noch was, passend zu einem ausführlichen Bericht im Programm "Kontraste" über die Zustände bei der Deutschen Bahn. Ich habe von einem nicht genannt werden wollenden Reisenden gehört, er habe folgende Durchsage auf dem Kölner Hauptbahnhof gehört: Meine Damen und Herren, sehr verehrte Reisende! Der soeben auf Gleis 3 eingefahrene ICE nach Hamburg ist in dieser Woche bereits der zweite Zug, der pünktlich angekommen ist.
Von Italien lernen (1)
Es ist ja zurzeit dermaßen viel los auf der Welt, dass ich gar nicht weiß, wo anfangen und wo aufhören. Da ist - nur ein Beispiel von vielen - Angela Merkels großartiger Schachzug, nach zwei von CSU wie von CDU empfindlich verlorenen Landtagswahlen ihre Partei zur inneren Demokratie zu zwingen. Einfach indem sie sagte: Also tschüss dann Leute, war nett mit euch, aber jetzt sucht euch jemand anderen, ich will nicht mehr. Und da hat die CDU nun plötzlich eine Wahl! Die sie nicht wollte, aber gar nicht verlieren kann, weil drei Menschen kandidieren, also auf jeden Fall einer gewählt wird. Vielleicht eine? Aber nicht doch! Die Partei wird ja nicht den Fehler begehen und schon wieder eine Frau an die Spitze wählen. Wo es doch zwei derart hochkarätige Männer gibt wie die Herren Spahn und Merz. Die beide interessante, aber völlig verschiedene Ziele haben, nämlich die CDU wieder mächtig nach rechts zu bringen. Was doch ganz notwendig ist und was diese Frau da, die Kramp-Karrenbauer, nicht kann und noch nicht mal will. Und dann: die SPD! Da ist es doch... aber nein, liebe Kinder, dazu erzähle ich euch ein andermal was. Von Italien lernen Viel wichtiger ist es nämlich, auch wenn wir das irgendwie ein bisschen verkniffen sehen, weil es eigentlich umgekehrt sein müsste, wie es ja auch jahrzehntelang war, dass aber jetzt wir Deutschen von Italien lernen können. Also Sie bitten mich!! Wo denn? Wieso denn? Nun, zum Beispiel sind die in Italien uns einen großen Schritt voraus, was die 'Parteienlandschaft' betrifft. Die haben da unten schon seit langem keine Volksparteien mehr, ein wunderbar hochdemokratischer Zustand, auf den wir Deutschen uns ja erst langsam zubewegen. An der Regierung ist in Rom gerade ebenfalls eine große Koalition. Da ist einmal die "Lega", inzwischen eine landesweite, sehr weit rechts stehende Partei, die bei den letzten Wahlen auf 17 % der Stimmen kam. Und zum anderen dieser "Movimento 5 Stelle" mit 32 %. Vermutlich weil von einem Komiker (Beppe Grillo)ins Leben gerufen, ist diese Partei oft wirklich sehr komisch, besonders das Verhalten ihres Vorsitzenden Luigi Di Maio während der Regierungsbildung, die er zusammen mit dem Lega-Boss Matteo Salvini erkungelt hat. Die Verhandlungen standen unter der leicht abgewandelten Devise eines schönen alten italienischen Liedes ("Bandiera Rossa"), nämlich "Evviva il machismo e la Pubertà". Weil keiner der beiden dem anderen den Job des Regierungschefs gönnte, einigten sie sich endlich gebißschädigend auf einen, der von Politik keine Ahnung, dafür aber in seinem beruflichen Werdegang eine ganze Reihe von, na sagen wir mal: Unklarheiten mitgebracht hat. Immerhin macht dieser Guiseppe Conte bei der Ausführung der ihm von Di Maio und Salvini befohlenen Aufträge eine ganz gute Figur. Auch mit unserer (noch) Kanzlerin hat er sehr nett gelächelt. Und Trump hat ihm gratuliert, wozu, war nicht zu erfahren. Also haben Salvini und Di Maio sich ganz vernünftig zurückgenommen? Jawohl: sie sind beide nur Vizepremierminister. Salvini ist allerdings dazu noch Innenminister, zuständig u.a. für Migration, ein Thema, in dem er noch besser ist als der Herr Seehofer, und das will ja was heißen. Di Maio ist Minister für Arbeit und Industrie. Sehr bescheiden, die beiden, oder? Was es da für uns Deutsche zu lernen gibt? Also sagen wir mal so: wenn die AfD bei der nächsten Bundestagswahl 17 % bekäme (eben so viel wie die Lega) und ein Sammelsurium aus einer Art grün-rot-brauner deutscher "En -marche" Bewegung hätte 32 % (wie der Movimento 5 Stelle). Und die beiden Par
teien wollten nun eine Regierung basteln müssen. Das könnte dann doch nach dem Vorbild in Italien prima funktionieren? So zum Beispiel: Zuerst einmal bräuchten beide Parteien solche vor Potenz sabbernde Politiker wie die beiden Männer da in Rom. Etwa Bernd Höcke und -, naja der andere findet sich schon. Die beiden würden dann verhandeln und in allen wichtigen Fragen Übereinstimmung erzielen, außer wer Regierungschef wird. Nach langem Gefeilsche kämen sie dann zum Ergebnis: Kanzler wird Boris Becker. Und Höcke und der andere werden jeweils Vizekanzler und kriegen noch ein Ministerium dazu, Höcke das Innen- und das Familienministerium (für die Betreuung der Mutter aller Probleme), der andere wird Minister für Arbeit und Industrie, welche sich garantiert freut über so einen... einen... den man sicher finden wird. Wie gesagt: von Italien lernen. Es muss ja nicht immer im Fußball sein. Oder von der Mafia. Und weil es nun so lange gedauert hat, ehe ich wieder etwas hab von mir lesen lassen, hier eine Ankündigung. Schon bald werde ich darlegen, was wir, wenn wir glauben, es zu müssen, oder zumindest nicht vermeiden können, dass wir es wagen, es zu sagen - kurz also, was wir als Rechtsextremismus bezeichnen dürfen. Hochqualifizierte Experten, nicht nur aus tagesschau.de, haben uns dazu den Weg gewiesen. Sie werden begeistert sein, aber hallo! Also, bis in Kürze!
Merkels Schritt
Zu dem überraschenden, vermutlich wohlüberlegten, wohl unvermeidlichen, konsequenten, politischen, bedauerlichen, aber richtigen, leider falschen, zu frühen, zu späten, alternativlosen, traurigen, schon länger geplanten, niemandem vorher mitgeteilten, souveränen, klugen, emotionalen, lobenswerten, interessanten, genialen, typischen, für sie ganz untypischen Schritt von Angela Merkel in ihre nähere wie fernere berufliche wie persönliche Zukunft ist bereits öffentlich wie privat alles (übertrieben viel) Gute und (vereinzelt verschämt) Kritische gesagt, gesendet und geschrieben worden, so dass ich dem derzeit NICHTS hinzufügen will, nämlich ein all das zusammenfassendes berühmtes Wort des letzten deutschen Kaisers Franz Ohnverstand Geckenpower: Schau mer mal. Eben. Dann seh mer scho. __________________________________________ Ceterum censeo: Wenn ich früher gesagt habe, ich sei Marxist, habe ich Hass geerntet, Mitleid, Spott. Heute erlebe ich das Gleiche, wenn ich sage, ich bin Feminist.

spricht davon, dass die gegenwärtige italienische Regierung - gebildet aus der rechtsextremen Lega und der Populistenansammlung Movimento 5 Stelle - undemokratisch sei, sozusagen die Vorstufe einer Diktatur.
Die beiden Parteichefs, jeweils Vizepräsidenten, weil keiner dem anderen gönnte, Präsident zu werden, schlagen zurück: Berlusconi rede wie ein "frustrierter Linker" (!), sagt Salvini. Und Signor di Maio setzt gleich seine Attacken gegen eine freie Presse fort, die er schon am 8. Oktober des letzten Jahres (in der Repubblica nachzulesen) ausposaunt hat: das müsse man unterbinden, man müsse diese frechen Journalisten betrafen. Und wenn das nicht helfe, müsse man zu schärferen Maßnahmen greifen: die Herausgeber solcher Zeitungen zur Aufgabe zwingen, u.a. durch die Einstellung öffentlicher Unterstützung.
Wunderbar demokratische Einstellungen. Wie sie auch die AfD vertritt ("Lügenpresse"). Das sind Fakten, die durch Satire nicht mehr zu übertreiben sind.
An weiteren Beispielen fehlt es nicht. Nur als Stichworte:
Eine Prügelei betrunkener Asylbewerber (17 bis 19 Jahre alt) in Amberg (Bayern) ist wieder für den unbeugsamen Herrn Seehofer ein gefundenes Fressen. Prompt rülpst er nach dessen Genuss die Forderung nach schärferen Gesetzen heraus. Mahlzeit!
Wo ist eigentlich die Frau Merkel?
Lange nichts (auch NICHTS) mehr gehört und gelesen von ihr. Ich vermute, sie schläft sich mal richtig aus, erholt sich von diesem Stress, heute Nigeria (begrüßt von einer Soldatenkohor... äh, sorry: -eskorte), morgen China und Chile (jeweils willkommen geheißten mit dem gleichen blöden Tschingderassabum), übermorgen Albanien (dito, immer und überall); und sie träumt von einem würdigen Ende ihrer Polit-Karriere und einem neuen Job danach (Nein! Nicht sowas doofes wie in welchem der Gpunkt Schröder seine schmale Kanzler-Pension aufbessert).
Mit einem militärischen Angriff - von wem eigentlich? - auf Deutschland rechnet ganz fest auch die Frau von der Leyen. Anders, das weiß sie, lässt sich die ständige Erhöhung der Militärausgaben um Milliarden Euro nicht erklären, was sie ständig tun zu müssen glaubt.
AfD-Gauland, mit immer der gleichen kindischen Krawatte, bestreitet sich erinnern zu können, dass er eine größere Bestechungssumme von einem nahmhaften deutschen Unternehmen bekommen habe. Er verdiene als Bundestagsabgeordneter genug für ein halbwegs angenehmes Leben. Das immerhin stimmt ja.
Auch Europa hält Kurs. Monsieur Macron hat den Gelb-Westen zugesagt, er
werde auf den geplanten Kauf eines neuen Smoking aus dem Haus Lacoste verzichten und das dafür vorgesehene Geld zur Erhöhung des Grundeinkommens der Franzosen zur Verfügung stellen. Auch werde er seine Landsleute nie mehr mit den "unbeugsamen Galliern" aus Asterix und Obelix vergleichen.Wie er es Ende August 2018 in Dänemark tat.
Matteo Salvini hat große Pläne, wie es sich für einen Mussolinipote¹ ziemt: erst ein Treffen mit dem polnischen Führer Kazcynski, dann ein
Besuch bei Bolsonaro, den er genau so bewundert wie sein großes Twitter-Vorbild Donald Trump (Salvini: "Gute Arbeit, Präsident Bolsonaro!", Trump: "...großartige Antrittsrede - die USA sind an Ihrer Seite"), schließlich eine Konferenz mit weiteren großartigen Rechts-Vertretern Europas, die Kontakte gibt es ja schon länger, mit Madame Le Pen zum Beispiel oder Herrn Orbán, Herrn Sebastian Kurz, den Herren Gauland und Meuthen (AfD). Die freuen sich schon mächtig auf den 26. Mai, genau: die Europa-Wahlen. Ich übrigens auch.
Bei all diesen reizenden Vor- und Nachbildern, mit den gleichen Radikalen des Rechts, darf natürlich auch Mister Trump
nicht fehlen. Auf Zitate oder Darstellungen seiner Einstellungen und Pläne verzichte ich aus Platzgründen, es genügt die Lektüre der Zeitungen und das Anschauen der Nachrichtensendungen jeden Tag. Nur eine kleine lustige Anmerkung: er will sich, so ahne ich, die Baupläne besorgen, mit denen die DDR damals die großartige Mauer erbaut hat, vielleicht, meint er, könne das ihm bei seinem Vorhaben an der mexikanischen Grenze helfen. Die Bundesregierung hat sich zu dieser putzigen Parallele bisher noch nicht geäußert, soweit ich weiß.
Aber auch die andere Weltmacht, neue Mitspielerin im "Wir-zuerst"-Konzert der ganzen Welt, will da nicht fehlen: der chinesische Präsident Xi hat - wie mir aus allen angeblich zugänglichen Quellen irgendwie bekannt - seine 373 aktuellen kommunistischen Milliardäre
zu einem Treffen gebeten; er will sie bitten, eine gewisse Summe von Yuan zur Verfügung zu stellen, womit er die Präsidentin von Taiwan zu kaufen hofft. So könne er, denkt er, eine angekündigte gewaltsame - also militärische - Wiedervereinigung mit der abtrünnigen Insel vermeiden.
Alles in allem, wie eingangs schon ausgeführt: Prost Neujahr! Buon anno! Happy New Year allerseits!
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¹Nipote (ital.) Enkel
Also schnell zu dem Herrn Merz! Der ist auch viel NICHTSwürdiger. Er würde, wenn er es würde, als Kanzler auch viel größere Teile unseres Volkes vertreten. Die ganze Mittelschicht! Unser Volk ist ja so etwas wie ein Kartoffelgratin: mehrere Schichten übereinander. Und wenn der Herr Merz (sich) zur Mittelschicht rechnet (rechnen kann er ja gut), dann bilden bei uns die Millionäre die Mittelschicht. Die würde er dann vertreten, als Kanzler. Mich nicht. Angesichts meiner Rente zähle ich (mich) zur Unterschicht, vielleicht zur Oberen Unterschicht meinetwegen.
Würde zeichnet den Herrn Merz überhaupt sehr aus. Er würde z.B. auch gern das Grundgesetz ändern, also den Asylartikel. Er würde die nächsten Wahlen für die CDU gewinnen, sagt er. Er würde die AfD-Zahlen halbieren. Nein! Nicht die Zahlen der Spenden für die AfD. So dick hat er es auch wieder nicht, das sollen ruhig mal die Leute aus der Oberen Mittelschicht machen, so die Milliardäre wie der
Ach! Ach nee! Das wusste ich nicht! Jetzt verstehe ich auch den Herrn Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz im Ruhestand (also nicht der Verfassungsschutz ist im Ruhestand, nur sein Präsident). Der ist nämlich nicht rechtsextrem, sondern eben bloß rechtsradikal. So wie offenbar große Teile des deutschen Verfassungsschutzes auch.
(Das in nebenstehendem Bild den Hintergrund bildende Bild ist nicht nur keine Absicht, sondern in genau dieser Form rein zufällig im Netz gefunden)
Denkt man das logisch weiter, kommt man zu meinem in der Überschrift dargelegten Ergebnis. Ich meine: radikal ist nun mal radikal. Rechtsradikal, radikal demokratisch, radikal idealistisch, radikal naiv - egal, Hauptsache radikal. Wäre ich also linksradikal, hätte ich in unserer pluralistischen Gesellschaftsordnung meinen legitimen Platz. Weil ich doch zu einer Strömung gehöre, die nicht zwangsläufig gegen die Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verstößt.
Konsequenz. Und eine Frage
Sehr schön! Ich werde mir das überlegen. Bloß - irgendwas irritiert mich. Nämlich eine Aussage des Herrn im Ruhestand.
ins Leben gerufen, ist diese Partei oft wirklich sehr komisch, besonders das Verhalten ihres Vorsitzenden Luigi Di Maio während der Regierungsbildung, die er zusammen mit dem Lega-Boss Matteo Salvini erkungelt hat. Die Verhandlungen standen unter der leicht abgewandelten Devise eines schönen alten italienischen Liedes (
teien wollten nun eine Regierung basteln müssen. Das könnte dann doch nach dem Vorbild in Italien prima funktionieren? So zum Beispiel:
Zuerst einmal bräuchten beide Parteien solche vor Potenz sabbernde Politiker wie die beiden Männer da in Rom. Etwa Bernd Höcke und -, naja der andere findet sich schon. Die beiden würden dann verhandeln und in allen wichtigen Fragen Übereinstimmung erzielen, außer wer Regierungschef wird. Nach langem Gefeilsche kämen sie dann zum Ergebnis: Kanzler wird Boris Becker.